Archivprojekte - Archivblog SozWissArchiv.de

Größere Arbeitsvorhaben des Archivs werden als Projekte definiert und operationalisiert. Zum Teil kommen dafür zusätzlich eingeworbene Ressourcen zum Einsatz. Dabei kann es sich um die Erschließung größerer Bestände (10 lfm. und mehr), um eigene Ausstellungen bzw. Beteiligung an Ausstellungen, um Publikationsprojekte oder technische Projekte handeln.

Einige Bestände eignen sich wegen ihrer Quellendichte und der Zusammensetzung der Materialien (Korrespondenz, Broschüren, Flugblätter, Plakate, Fotos etc.) nach Fertigstellung der Erschließung in der einen oder anderen Form vorgestellt zu werden. Das kann durch Ausstellungen oder andere Präsentationsformen geschehen (z.B. Nachlass Arie Goral-Sternheim, Nachlass Rudi Dutschke etc.).

Über laufende Projekte und andere Neuigkeiten bloggt das HIS-Archiv seit 2020 auf https://sozwissarchiv.de/
Dort stellen wir Ihnen nicht nur neue Bestände und einzelne Fundstücke aus dem HIS-Archiv vor, sondern werfen auch einen Blick hinter die Kulissen der praktischen Archivarbeit und denken, auch zusammen mit Gastautor_innen, im weiteren Sinne über Archive und das Archivieren nach.



Abgeschlossene Archivprojekte (Auswahl):

Von Beginn des Jahres 2012 bis Ende 2018 digitalisierte das Archiv seinen umfangreichen Plakatbestand aus der Sondersammlung "Protest, Widerstand und Utopie in der Bundesrepublik Deutschland". Nun folgen die Titelseiten der Broschüren aus dem Bestand Graue Literatur. Die Digitalisate werden zunächst in unser internes Digitales Archiv übernommen. Künftig sollen Plakate, Fotos und Titelseiten von Broschüren für Recherchen online zugänglich sein.
Bearbeiter: Philipp Brendel und Dieter Schröder (2015-2018).

Am bundesweiten "Tag der Archive", ausgerichtet vom Verband der deutschen Archivarinnen und Archivare, stellte sich das Archiv 2012, 2014 und 2020 mit weiteren Hamburger Archiven in den Räumen des Staatsarchivs Hamburg vor.
In den Jahren 2007, 2011, 2013, 2015 und 2017 stellte das Archiv thematisch ausgewählte Quellen zur hamburgweiten "Nacht des Wissens" aus, die die jeweils vorgestellten Themen aus der Forschungsarbeit im Hamburger Institut für Sozialforschung begleiteten.

Aus dem Bildbestand zur Kommune "Ablassgesellschaft, Hamburg 1967-1969" und zum Drogentherapieprojekt "Release, Hamburg 1969-1974" wurde im Rahmen des Symposions "Social Art" 2002 eine Auswahl in Ankara gezeigt.

Noch zu Lebzeiten Arie Goral-Sternheims initiierte und unterstützte das Archiv - auch mit eigenen Exponaten - eine Ausstellung von Arie Goral-Sternheim im Hamburger Institut für Sozialforschung. Nach Abschluss der Erschließung des Nachlasses von Arie Goral-Sternheim in der Archivdatenbank erinnerte das Archiv mit mehreren Ausstellungen und einer Gedenkveranstaltung an sein Werk und Wirken:

  • Ausstellung "Damals lebte Mühsam noch ... – Arie Goral-Sternheim, die jüdische Jugendbewegung und die libertäre Utopie" (Malente, 2000)
  • Ausstellung "Arie Goral-Sternheim" (Paderborn, 2000) 
  • Ausstellung "Von Ferne ins Vergangene. Gänge am Grindel mit Arie Goral" (SUB Hamburg, 1999/2000) 
  • Gedenkveranstaltung "Jiskor – Memento für einen Löwen" Matinee zum Gedenken an Arie Goral-Sternheim“ (HIS Hamburg, 1996) 
  • Ausstellung "Plakate, Pamphlete, Flugblätter. Hinterlassene Signaturen der Linken" (HIS Hamburg, 1994)

Bereits bei der Recherche und Auswahl von Quellen zu einer Ausstellung über Rudi Dutschke unsterstützte das HIS-Archiv das Stadtmuseum Luckenwalde, und stellte u.a. Reproduktionen von Archivalien zur Verfügung. Die Präsentation der Ausstellung "Rudi Dutschke: Die sollen sich nicht schämen für mich in Luckenwalde..." 1996 in Hamburg fand in Kooperation mit dem Archiv statt, wobei die Ausstellung durch zahlreiche Originalexponate (Plakate, Flugblätter, Zeitschriften, Bücher mit Anstreichungen, Manuskripte, Typoskripte etc.) aus HIS-Beständen erweitert werden konnte: